Ich bin jemand, der keine halben Sachen macht. Wenn ich mir etwas vornehme, ziehe ich es durch. Disziplin gibt mir Halt, besonders unter Druck. In Extremsituationen werde ich ruhig und fokussiert – funktionieren ist etwas, das ich über viele Jahre gelernt habe.
Ich bin loyal bis zur Schmerzgrenze. Gegenüber meiner Familie, meinen Brüdern und meiner Feuerwache stehe ich bedingungslos hinter den Menschen, die mir wichtig sind. Wer zu mir gehört, kann sich auf mich verlassen. Ich verlange viel von mir, oft mehr, als ich eigentlich leisten sollte. Pausen vergesse ich gern, Fehler verzeihe ich mir kaum. Statt über Schmerz zu reden, arbeite ich ihn weg. Training, Einsätze und Routine sind einfacher als Gefühle.
Nähe macht mir Angst, weil sie immer das Risiko birgt, wieder verletzt zu werden. Sarkasmus ist mein Schutzschild, Kontrolle mein Sicherheitsnetz. Ich tue mich schwer damit, Vergangenes loszulassen – besonders dann, wenn es um Menschen geht, die mir einmal alles bedeutet haben.
Ich liebe Schwimmen, weil es meinen Kopf zur Ruhe bringt. Klettern, weil ich mich dabei ganz auf den Moment konzentrieren muss. Billard, weil Präzision und Geduld wichtiger sind als Lautstärke. Hunde mag ich, weil sie ehrlich und loyal sind. Klare Routinen, frühes Training und schwarzer Kaffee geben meinem Alltag Struktur. Nach langen Einsätzen genieße ich die Stille der Nacht, und gutes Essen – besonders Sushi – erinnert mich daran, auch auf mich selbst zu achten.
Was ich nicht ausstehen kann, sind Unzuverlässigkeit, Oberflächlichkeit und künstliches Drama. Ungerechtigkeit macht mich wütend. Respektlosigkeit dulde ich nicht, erst recht nicht gegenüber Menschen, die jeden Tag ihr Leben für andere riskieren. Und es gibt Momente, die alte Wunden wieder aufreißen – etwa wenn ich zusehen muss, wie der Mensch, den ich nie wirklich vergessen konnte, sein Leben ohne mich weiterlebt.
Ich bin stark. Aber ich bin nicht aus Stein.
10.01.2026, 22:28
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