Ich bin kein Mensch, der laut ist, und ich muss auch nicht im Mittelpunkt stehen. Ich beobachte lieber. Nicht aus Unsicherheit, sondern weil ich glaube, dass in der Stille oft mehr Wahrheit liegt als in all dem Lärm. Ich nehme Dinge tief in mich auf – Menschen, Räume, Musik, Worte. Es dauert, bis ich mich jemandem öffne, aber wenn ich es tue, dann ganz.
Ich liebe das Detail. Eine Falte in einem Gesicht, der Unterton in einer Stimme, das Licht an einer Wand kurz vor Sonnenuntergang – all das sagt mir mehr als Erklärungen es könnten. Ich habe ein gutes Gespür für Stimmungen, manchmal zu gut. Ich spüre Spannungen, bevor sie ausgesprochen werden, was schön, aber auch ermüdend sein kann.
Kunst ist für mich kein Zeitvertreib. Sie ist Sprache, Schutz, Spiegel. Wenn ich male oder Cello spiele, bin ich bei mir – unzensiert, aufrichtig. Ich mag Tiefe, Echtheit, auch Widersprüche. Ich vertraue nicht schnell, aber ich bin loyal. Ich bin sensibel, was nicht heißt, dass ich schwach bin – im Gegenteil. Meine Verletzlichkeit ist Teil meiner Stärke.
Ich bin nicht angepasst, aber auch nicht rebellisch um der Rebellion willen. Ich gehe meinen eigenen Weg – leise, aber entschlossen. Ich denke viel nach. Manchmal zu viel. Ich bin nicht immer einfach, aber ich bin echt. Und ich glaube, das zählt mehr als alles andere.
13.05.2025, 17:47
02.05.2026, 15:43
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