Quentin O’Sweeny ist ein sechzehnjähriger, ausgesprochen sensibler Junge, der seit etwa einem Jahr auf den Straßen von Los Angeles lebt. Nach außen wirkt er still, kühl und schwer zugänglich, tatsächlich nimmt er seine Umgebung und die Gefühle anderer jedoch sehr genau wahr. Er macht grundsätzlich alles mit sich selbst aus und bittet auch dann nicht um Hilfe, wenn er sie dringend benötigt. Vertrauen verbindet er mit Enttäuschung, Abhängigkeit und der Angst, dass jede Freundlichkeit irgendwann ihren Preis fordert.
Quentin sucht keinen Streit und versucht, möglichst wenig aufzufallen. Wird er bedrängt, ausgefragt oder in die Enge getrieben, zieht er sich zurück oder flieht. Körperliche Nähe löst schnell Panik aus; bereits eine unerwartete Berührung kann zu Zittern, rasender Atmung oder völligem Erstarren führen. Die zahlreichen Narben an seinen Armen hält er unter langen Ärmeln verborgen und spricht niemals über ihre Herkunft.
Tieren gegenüber zeigt Quentin eine deutlich sanftere Seite. Er ist geduldig, aufmerksam und versteht ihre Angst, ohne sie zu bedrängen. Er mag ruhige Orte, Musik, Regen und, hasst Mitleid, Kontrolle, laute Stimmen, religiöse Belehrungen und ungefragte Berührungen. Trotz allem ist sein Wunsch nach Sicherheit und Zugehörigkeit nicht völlig verschwunden, er hat nur längst aufgehört, daran zu glauben, dass Menschen ihm beides geben können.
20.07.2026, 21:29
Vor 4 Stunden
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